Herausforderungen und Risiken der Umschulung
Doch die Realität sieht häufig anders aus. Umschulungen werden nicht immer aus idealistischen Gründen vorgenommen, sondern oft aus der Not heraus. Zudem bringt ein beruflicher Neubeginn immer erhebliche Herausforderungen mit sich, sowohl finanziell als auch persönlich. Wer sich für eine Umschulung entscheidet, muss meist auf finanzielle Sicherheit verzichten – zumindest zeitweise. Viele Umschulungen dauern bis zu zwei Jahre, in denen das gewohnte Einkommen reduziert oder ganz wegfällt.Werden Umschulungen nicht gefördert?
Ja, es gibt Umschulungen, die von der Bundesagentur für Arbeit oder anderen Institutionen vollständig oder teilweise finanziert werden. Allerdings ist diese Förderung keineswegs garantiert und hängt von bestimmten Voraussetzungen ab. So müssen beispielsweise gesundheitliche oder arbeitsmarktbezogene Gründe vorliegen, um eine Unterstützung zu erhalten.Arbeitgeber übernehmen häufig die Kosten für Weiterbildungen, doch Umschulungen finanzieren sie eher selten. Dies liegt vor allem daran, dass es sich bei einer Umschulung meist um eine vollständige berufliche Neuorientierung handelt – oft geht damit auch ein Wechsel des Arbeitgebers einher.
In der Realität müssen viele Umschüler ihre Ausbildung größtenteils selbst finanzieren und nehmen die damit verbundenen finanziellen Herausforderungen in Kauf, um ihren Traum zu verwirklichen. Damit dieser Engpass besser überbrückt werden kann, haben wir einige hilfreiche Tipps zusammengestellt.
Finanzielle Engpässe meistern – praktische Tipps
Doch es gibt praktische Wege, diese finanziellen Herausforderungen zu meistern. Folgende Tipps können helfen, finanzielle Engpässe während der Umschulung zu überwinden:● Kredite: Wer laufende Kredite bedient, kann durch eine Umschuldung Zinsen senken und die monatliche Belastung senken. Durch die Anpassung der Raten kann ein kurzzeitiger Zahlungsengpass überbrückt werden. Wer Zinsen sparen möchte, sollte seinen Kredit umschulden.
● Verträge überprüfen und reduzieren: Prüfe, ob alle laufenden Verträge tatsächlich nötig sind oder ob es günstigere Alternativen gibt.
● Versicherungen überprüfen: Die Deutschen sind in der Regel überversichert. Prüfe, ob der ein oder andere Versicherungsvertrag eingespart werden kann.
● Rabatte und Vergünstigungen nutzen: Viele Anbieter bieten spezielle Rabatte für Umschüler an. Fragen lohnt sich oft.
● Cashback-Programme nutzen: Nutze Cashback-Programme konsequent beim Einkaufen, um einen Teil der Ausgaben zurückzuerhalten.
● Steuerliche Begünstigung: Steht die Fort- und Weiterbildung im konkreten Zusammenhang zum Beruf, lassen sich die Kosten für die Zusatzausbildung auch steuerlich absetzen. Wichtig: Immer vorher mit dem Steuerberater abklären.
● Nebentätigkeiten prüfen: Es gibt zahlreiche kleinere Nebentätigkeiten, mit denen man sich etwas dazuverdienen kann und oft zeitlich flexibel sind.